Schadensbegrenzung am Nürburgring – Callaway Competition sammelt 14 Meisterschaftspunkte
08-08-2017 18:03

Callaway Competition startet mit Alberto Costa als Ersatzfahrer am Nürburgring

Das ADAC GT Masters Rennwochenende auf dem Nürburgring gestaltete sich als keine leichte Aufgabe für die Callaway Competition Mannschaft aus Leingarten. Mit Zusatzgewicht und nach zwei turbulenten Rennen verbucht das Team 14 Punkte und bleibt trotz allem Tabellenführer.

Der Nürburgring zählt zu den Highlights im Rennkalender der „Liga der Supersportwagen“. Neben Oschersleben und Hockenheim ist der Nürburgring die meistbesuchte Strecke. Mit 20 Kilogramm Zusatzgewicht im „Reisegepäck“ lag es an Team und Fahrer, das Beste aus der Situation zu machen. Das sollte sich aber im Laufe des Wochenendes als Herausforderung herausstellen.

Blancpain GT Series Fahrer an der Seite von Jules Gounon

Zur Unterstützung im Meisterschaftskampf hat sich das Team für das Rennwochenende am Nürburgring den spanischen Rennfahrer Albert Costa ins Boot geholt. Der 27-Jährige pilotiert derzeit einen der beiden Emil Frey Jaguar G3 in der Blancpain GT Series. „Alberto macht auf uns einen guten Eindruck“, so Ciccone und Wöhr. „Er ist schnell und wird sich schnell an die Mannschaft gewöhnen. Wir freuen uns, ihn in unserem Team begrüßen zu dürfen und sind gespannt auf die Zusammenarbeit.“

Raketenstart in Rennen eins

Im ersten Qualifying öffneten sich die Schleusen der Eifel. Callaway Competition hatte jedoch Glück: Jules Gounon nutze die wenigen Runden auf trockenem Asphalt bevor der Regen einsetzte. Damit war der Startplatz von Position vier eine angenehme Ausgangslage.
Beim fliegenden Start überraschte der Franzose mit einem Raketenstart, der ihm Position zwei verschaffte. Auch der Restart nach einer Safety-Car Phase ließ ihn davon nicht abhalten. Bei den Boxenstopps verlor Callaway Competition jedoch Positionen, nachdem Albert Costa – Ersatzfahrer für Stammpilot Daniel Keilwitz – im Boxengetümmel blockiert wurde. Am Ende erreichte er Rang fünf im ersten Lauf, was dem Team wertvolle zehn Punkte verschaffte.

Schadensbegrenzung nach Starttumult

Am Sonntag ging Albert Costa von 13. Startposition ins Rennen und wurde im anfänglichen Gedränge unsanft vorne rechts getroffen. „Wir waren uns erst nicht sicher, ob wir das Rennen überhaupt weiterfahren können“, so Giovanni Ciccone und Ernst Wöhrt. Der Spanier wurde durchgereicht bis auf Platz 17. Nach einigen Runden fand der 27-Jährige den Speed wieder und kämpfte sich zurück zu seiner Ausgangsposition. Ein später Fahrerwechsel spülte das Team weiter nach vorne und Jules Gounon konnte schlussendlich als Achter die Ziellinie überqueren. „Wir sind mit 20 Kilogramm Zusatzgewicht ins Rennwochenende gestartet und haben das auch deutlich gespürt“, so die beiden Teaminhaber Giovanni Ciccone und Ernst Wöhr. „Es war eine Herausforderung. Am Ende müssen wir sagen, dass wir mit 14 Punkten Schadensbegrenzung betrieben haben. Unsere Strategie im Sonntagsrennen, nach Zakspeed in die Box zu kommen, ist heute aufgegangen, was uns zu einer Platzierung in den Top-10 verholfen hat.“
Nach dem Nürburgring-Wochenende bleibt das Team weiterhin Tabellenführer in den drei Wertungskategorien (Team, Fahrer, Junioren).

Nach der Sommerpause zum Sachsenring

Das ADAC GT Masters geht jetzt in die Sommerpause. Zum vorletzten Rennwochenende zum Sachsenring (15.-17.09.) bleiben den Teams rund sechs Wochen Vorbereitungszeit ehe es erneut heißt: „Drivers, start your engines!“

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